Samstag, 7. Juli 2012

Vespa






Der Göga ist seit Jahrzehnten aktiver Feuerwehrmann. Auch das hat ihn als potentiellen Ehemann interessant gemacht, denn durch die Vorliebe für Karl-May-Filme in meiner Kindheit habe ich wohl zu viele brennende Siedlungen gesehen und hatte als Kind große Angst vor Feuer. Noch heute habe ich vor dieser Gewalt zumindest Respekt. Da lebt es sich mit einem Fachmann an der Seite entspannter.

Die Feuerwehr hat in den Pfingstferien ihren traditionellen Familienausflug veranstaltet. Da aber außerhalb der Dienste nur wenige enge Kontakte bestehen  - zu unterschiedlich sind die Lebensweisen und Ansichten der Feuerwehrfamilien – waren wir bisher noch nie mit dabei. Ich gebe zu, der Gedanke an eine Busfahrt mit der einen oder anderen anstrengenden Feuerwehrsgattin, an die Beschallung durch Schlagermusik und an eine womöglich feuchtfröhliche Rückfahrt war abschreckend.  Dieses Jahr aber was das Hauptausflugsziel sehr interessant, und wir meldeten uns doch an.

Angenehm war, dass überwiegend nette junge Familien dabei waren. Der Bus war toll ausgestattet, kein Vergleich mehr zu den Bussen aus meiner Schullandheimzeit. Die Schifffahrt auf dem Neckar war gemütlich und bei perfektem Wetter sehr angenehm, und der bereits erwähnte Aufenthalt in Bad Wimpfen lehrreich und toll. Es war nur fröhlich, alkoholarm und nett.

Aber ich als ehemalige Vespa-Fahrerin hatte mich natürlich schon wochenlang vor allem auf das Technik Museum in Sinsheim gefreut – dort gibt es zur Zeit eine wunderbare Sonderausstellung: 66 Jahre Vespa - der Kultroller





Das Museum  an sich ist schon toll und einen Besuch wert. Aber die Vespas – hach, das Paradies ! Ich habe den Akku des Fotos leer- und die Speicherkarte vollgeknipst und wäre am liebsten geblieben. Wenn ihr Zeit habt, geht hin, es lohnt sich !

Meine frühere Vespa, wäre sie nicht „verschwunden“  (ach, hätte ich das doch niemals zugelassen !) ist noch immer ein Liebhaberstück und wird in einschlägigen Portalen für irre Preise gehandelt.  Kürzlich habe ich genau dieses, sogar in „meiner“ damaligen Farbe, an der roten Ampel vor mir gehabt und musste mich zügeln, nicht auszusteigen und die Fahrerin anzuschleimen. Roller im allgemeinen und Vespas im besonderen waren nie wirklich aus der Mode. Und auch wenn ich momentan Dänemark vorziehe, mein zweites Lieblingsland war und ist Italien.

Leider kann ich aus gesundheitlichen Gründen eher  kein Zweirad mehr fahren, aber streicheln geht immer noch. Und so habe ich beschlossen, ein bisschen zu sparen und den Markt zu beobachten. Kurzstrecken gehen durchaus, und man sollte ja auch nicht immer nur vernünftig sein.

Ich könnte mein Logo aufkleben, dann fällt der Kauf einer Vespa in den Werbeetat J

Kommentare:

Doro hat gesagt…

Ooooooooh, die rosa Roberta ist toll ... *schmacht*
Das wäre meine ... ;-)

Liebe Grüße!

Frau Mahlzahn hat gesagt…

Auf alle Fälle Logo aufkleben und bei der Steuererklärung als Werbekosten deklarieren, ;-).

So long,
Corinna

iPhone Reparatur Profi hat gesagt…

Vielen Dank für den interessanten Beitrag