Sonntag, 15. November 2009

Lazarettgemotze !

Da dachte ich am Freitag noch, dass unsere Kranken auf dem Wege der Besserung sind und der Rest der Familie nichts abbekommen hat.

Pustekuchen.

Am Freitag wurde es gegen Abend auffallend still im Hause. Hibbeljunior war einfach auf der Couch eingeschlafen und glühte. Als er kurz aufwachte, war er ziemlich desorientiert, weinte, hatte fast 40 Grad Fieber, Husten und Kopfschmerzen. Tee und Paracetamol verbesserten sein Gesamtbefinden einigermaßen, aber er war recht ruhig, was für ihn sehr ungewöhnlich ist. In den letzten beiden Nächten hat er mehrmals erbrochen, ist aber nicht im kritischen Bereich der Dehydrierung. Er hat aber noch immer Fieber, an Schule ist nicht zu denken.

Im Laufe des Samstags ging es mit der eigentlich genesenen Mitteltochter wieder deutlich abwärts, und heute zeichnet sich ab, dass morgen kein Schulbesuch möglich sein wird. Dabei war das Kind schon eine ganze Woche daheim, unsere Ärztin hat dazu geraten, auf jeden Fall einen Infekt absolut auszuheilen. In der 7. Klasse Gymnasium, dazu noch im G8, läuft leider viel Stoff auf, der nachzuholen ist.

Das älteste Kind, das letzte Woche nur zwei Tage krank war, aber sehr offensichtlich keine Grippe hatte, liegt nun völlig krank auf der Couch. Auch dieses Kind wird morgen nicht zur Schule gehen können.

Der Göttergatte hält die Stellung, ist heute früh mit den Hunden gelaufen und macht an unserer Baustelle weiter – wir haben die Küchenfliesen an Boden und Wand herausgerissen, die waren nicht wirklich attraktiv. Das gibt übrigens Unmengen an Dreck und Feinstaub überall….

Ich selbst huste, fühle mich nicht wirklich gut, kämpfe mich aber noch durch. Solange alle Kranken daheim versorgt werden können, und ich gehe davon aus, dass dies so bleibt, schaffen wir das. Zum Glück sind die Kinder nicht mehr so klein, das erleichtert die Sache. Im allerschlimmsten Fall, wenn wir alle fünf gleichzeitig bettlägerig werden, muss ich die eine oder die andere Freundin anrufen in der Hoffnung, dass diese Familie noch auf den Beinen ist. Denn zumindest die Grundnahrungsmittel sollten irgendwie ins Haus kommen.

Die Hygienemassnahmen, die empfohlen werden, sind ja schön und gut, aber mit Kindern nur sehr begrenzt durchführbar. Ich kann Junior nicht den ganzen Tag isoliert in einem Zimmer liegen lassen, wer hustet, verbreitet die Viren, obwohl wir sehr viel lüften. Küssen vermeiden wir zwar, aber ein krankes, weinendes Kind braucht trotz aller Hygiene ab und zu mal eine Umarmung.

Ist doch mir egal, ob Schweine- oder sonstige Grippe, ich will jetzt, dass der Scheiß weiterzieht (die Ärzte hier testen gar nicht).




Freitag, 13. November 2009

Einschalten !

Danke euch allen, insgesamt geht es den Kranken im Hause deutlich besser. Das Treffen mit lieben Freunden morgen wurde leider von beiden Seiten abgesagt - beide Familien sind verseucht mit Viren und Bakterien, ein Kind der Freunde ist "Risikopatient", man sollte ihn möglichst nicht anstecken. Schade, es sollte nicht sein...

Ich habe noch einen TV-Tipp für alle, die den Sender empfangen können:

http://www.swr.de/nachtcafe/-/id=200198/nid=200198/did=5333062/1llnhkv/index.html

Auszug:

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Elternsorgen

Sendung am Freitag, 13.11.2009, 22.00 bis 23.28 Uhr

Oft wirft die Harmonie in einer Familie nach außen hinter der Fassade einen dunklen Schatten – und die Eltern stehen hilflos da mit den Sorgen, die ihnen der Nachwuchs bereitet. Der elterliche Kummer kann dabei ganz verschiedene Ursachen haben: Genauso beschäftigt ein Kind seine Eltern, wenn es nicht mehr da ist, genauer: wenn es verschwunden ist – oder tot. Für die Familien bedeutet ein Problemkind jedenfalls immer eine Belastungsprobe, an der sie im schlimmsten Fall sogar zerbrechen. Haben sich die Kinder verändert? Wie wirken sich die Probleme auf das Familiengefüge aus? Und was können Eltern tun, um ihre Sorgen in den Griff zu bekommen?

(...)

Miriam Fröschle hat gleich drei verhaltensauffällige Kinder zu Hause. Was das im Familienalltag bedeutet, davon weiß die 44-Jährige ein Lied zu singen: Sohn Samuel konnte mit 10 Monaten laufen, im Alter von zwei Jahren kletterte er an Bücherregalen hoch und war bereits mehrfach vors Auto gelaufen. Um dem hyperaktiven Verhalten ihrer Söhne beizukommen, ließ die leidgeprüfte Mutter nichts unversucht: Doch auch Darmsanierungen, mühsame Diäten und Therapiebesuche blieben erfolglos. „Dass ich meinen Kindern nun Medikamente gebe, ist eine sehr umstrittene Sache. Aber nichts zu tun wäre unterlassene Hilfeleistung!“

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Die Sendung an sich ist hier ein Klassiker, eine unaufgeregte und seriöse Talkshow. Miriam ist eine gaaaaanz liebe Frau, die Familie supernett, die Kinder toll - also: einschalten !

Donnerstag, 12. November 2009

:-/

Morgens um fünf von einem auf den Teppich kotzenden Hund geweckt zu werden, zwei kranke Töchter, ein Sohn, dem ein richtig heftiger Tag mit gleich zwei Veranstaltungen in der Kreisstadt, inkusive Picknick im Stadtpark, bevorsteht (was für jemanden mit Sonderausstattung wirklich schwierig ist), und dazu noch vertrauliche Informationen von jemandem, der es zwar gut meint, aber den Tag nicht besser werden läßt, all das macht richtigen Spaß :-/

Euch da draußen wünsche ich einen deutlich schöneren Tag !

Donnerstag, 5. November 2009

Mittwoch, 4. November 2009

Akute Wortfindungsstörung

Gestern trabte ich mit Duke genüßlich eine ganz große Runde. Ich hatte einen sorgenvollen Termin mit gutem Ergebnis geschafft und war beschwingt, erleichtert und ganz tief in Gedanken versunken.

Da begegnete mir ein unbekannter Mann mit einem unbekannten sehr großen Hund. Schon von weitem zeigten beide eine gewisse Nervosität, der Mann rief mir zu „Ist das eine Hündin ?“.

Ich war gedanklich eindeutig zu weit weg und hatte daher eine Wortfindungsstörung. Denn ich antwortete sehr intelligent:

„Nein,…..
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Hund !“

Es fiel mir dann schon noch auf, wie bekloppt das war und ich habe mich korrigiert – war dem Mann sowieso egal, er musste seinen randalierenden Hund in Schach halten *g*.

Montag, 19. Oktober 2009

Rücksichtsvoller Hund

Bruno ist ein ehemaliger Straßenhund. Diese zeigen manchmal seltsame Verhaltensweisen, die darauf zurückzuführen sind, dass sie in ihrem früheren Leben irgendwie Futter organisieren mußten.

Als Bruno neu zu uns kam, hat er - typisch für Straßenhunde - alles gefressen, was er erwischen konnte. Allerdings hat er sehr schnell gemerkt, dass er nicht mehr hungern muss. Und da wir normalerweise keinen Müll offen herumstehen lassen, hatten wir mit dem Thema "unerlaubte Futterbeschaffung" kein Problem.

Duke ist ein Rassehund vom VDH-Züchter, mußte garantiert niemals nie hungern und wurde vom ersten Lebenstag an bestens ernährt. Daran besteht kein Zweifel.

Daher kann sich keiner hier erklären, wie er es geschafft hat, die Küchenschublade mit dem Mülleimer dahinter zu öffnen. Eigentlich geht das gar nicht. Aber sie stand offen, Junior fand den genußvoll schmatzenden Hund in der Küche am Mülleimer. Drumherum sah es aus wie Sau, denn er suchte sich natürlich nur die Leckerbissen und verteilte den Restmüll in der Küche.

Es war nämlich Wochenende, früh morgens um kurz nach sechs, und da Duke die Wochentage nicht kennt, wartete der arme Hund sehnsüchtig auf Ansprache. Wenn dann die ganze Familie pennt, dann muss der gefräßige Hund von Welt eben selbst nach sich schauen.

Einige Stunden später entdeckten wir dann die Folgen. Als Nicht-Straßenhund kann Duke eben doch nicht alles essen. Anscheinend aber hatte er Mitleid mit der Familie und kübelte daher heimlich und so, wie er es von den Kindern des Hauses im Zusammenhang mit Magendarminfekten kennt - in eine Schüssel. In eine eckige, große Schüssel.

In
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Juniors
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LEGOKISTE !!!!!!!!!!!!!!

Donnerstag, 15. Oktober 2009

Machtkampf

(Quelle: http://solar-sicherheit.de/2008-waerme/elektro.htm)

Zur Zeit baut Bruno wieder deutlich ab. Zwar scheint es ihm herzmäßig ordentlich zu gehen, aber er zeigt gewisse Alterserscheinungen. Sein Gehör lässt definitiv nach, er sieht schlecht, und eigentlich mag er nur noch in einer Ecke liegen und seine Ruhe haben. Dabei wirkt er aber nicht krank oder traurig, nur ein bisschen müde.

Duke nutzt dies leider gnadenlos aus. Von Anfang an hat er versucht, der Hundechef zu werden. Bruno hat diesen wilden Irren meistens ganz lange gewähren lassen, aber im Ernstfall sehr deutlich in die Schranken gewiesen. So ist beispielsweise das Zimmer meiner Ältesten eigentlich Duke-freie Zone, denn da schläft Bruno, und der lässt keinen anderen Hund dort pennen. Duke darf höchstens kurz den Weckdienst machen, dann fliegt er raus.

Jetzt aber hat Duke Oberwasser und hält sich überall dort auf, wo Bruno seine Rückzugsecken eingerichtet hat. Leider markiert er dort heftig. Und leider sind es oft schlecht einsehbare Ecken, so dass schon etliche Schäden entstanden sind. Parkett verträgt Urin nicht wirklich gut, das Geländer der Galerie ist gepunktet, Tapeten gesprenkelt, die Sitzkissen meiner Kinder ebenso Opfer wie irgendwelche nicht aufgeräumte Zettel. Kurz – es nervt, und da wir Duke nie auf frischer Tat erwischen, bin ich auch etwas ratlos, was ich machen soll.

Diese Woche aber hat der kleine Flummi sich selbst übertroffen: Das Zimmer der Großen wurde nachträglich ausgebaut und wird deshalb elektrisch beheizt. Nun fiel dem Hund nichts besseres ein, als die eingeschaltete Heizung anzupinkeln ! Sprich, es gab sozusagen geröstete Hundepisse….. DAS riecht sehr eindringlich, sage ich euch ! Zudem kann man die Heizung nicht mehr verwenden, man muss sie komplett zerlegen, das kann zwar der Fachmann hier, aber nicht mal so zwischendurch.

Zeit also für drastischere Massnahmen. Stufe eins ist, dass das Dachgeschoss nun für Duke tabu ist, denn dort verkriecht Bruno sich gerne. Wir haben also das Treppenschutzgitter wieder geholt und die Treppe nach ganz oben gesperrt. Bruno dagegen darf abends hoch, der stellt ja nichts an.

Das fand Duke absolut unglaublich. Das geht gar nicht, findet er. Er wurde ausgesprochen mürrisch und legte sich abends nicht wie sonst neben mein Bett, sondern blieb an der Tür des Schlafzimmers liegen. Mir egal, soll er halt schmollen. Wir machten das Licht aus, es wurde ruhig im Hause DukeimNetz. Da machte es erst Tapptapp – Duke kam ins Schlafzimmer. Noch lächelte ich innerlich.

Dann aber gab es seltsame Geräusche. Knack. Krach. Ruhe. Knack. Schmatz.

Dieser irre Hund – er hatte irgendwo aus einem geheimen Versteck ein Schweineohr organisiert und zerlegte es genüsslich und LAUT.

Knack. Klopf.

Wir waren zu faul, wieder aufzustehen, also erduldeten wir die Geräusche. Aber ich bin mir ganz sicher, dass Duke die ganze Zeit gegrinst hat.

Rache ist Schweineohr !