Posts mit dem Label Familie werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Familie werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 9. September 2012

Ferienende



Wie immer gingen sechseinhalb Wochen Sommerferien wie im Flug vorbei. Ab morgen hat der Schulalltag unsere Familie wieder im Griff: Um 6.40 Uhr muss ich drei müde Kinder zum Bahnhof bringen, abends können wir nicht mehr gemütlich dann essen, wann es uns gefällt, sondern sollten nicht zu spät anfangen, Vokabeln, Klassenarbeiten und Zettel und Mails mit Elterninfos werden uns erfreuen.

Der Termin für den Elternabend steht fest, dreimal muss ich wieder in eine Klassenkasse einzahlen, Hefte, Ordner und Kleinkram müssen besorgt werden, und wir hoffen, dass die Kinder mit den Lehrern gut auskommen werden - und natürlich auch umgekehrt.

Ich weiß, dass manche Eltern, insbesondere Mütter, sich auf das Ferienende freuen. Hier ist das nicht so. Für uns sind die Ferien eine weitgehend stressfreie Zeit der Erholung.

Allen, die morgen oder Mitte nächster Woche (Bayern) wieder anfangen, wünsche ich einen guten Start !





Freitag, 11. Mai 2012

Konfirmation


Unsere Kinder und der Göga sind evangelisch, ich selbst katholisch. Die Mädchen haben beide auf eine Konfirmation verzichtet, weil sie nicht gläubig sind und nicht nur wegen der vielen Geschenke ein solches Fest feiern wollten, so wie es wohl viele andere Teenies machen. Das haben wir Eltern unterstützt, wir sind stolz auf die ehrliche Haltung und finden, den Weg zum Glauben – oder auch nicht – sollen unsere Kinder selbst finden.

Bei vielen Familien in unserer Umgebung ist die Konfirmation aber eine eiserne Tradition, die man schon wegen der Omas und Tanten und Paten unbedingt feiern muss. So kam es, dass wir innerhalb der Verwandtschaft an einer Konfirmation teilnehmen durften.

Der Gottesdienst war sowohl inhaltlich als auch musikalisch sehr beeindruckend. Sehr modern, gesellschaftskritisch und auf Jugendliche eingehend. Wären alle Pfarrer so wie dieser dort, hätte die Kirche sicher mehr Zulauf von jungen Menschen.

Sehr befremdlich fand ich, dass der Vater des Konfirmanden während des Gottesdienstes seine Mails auf dem Eifon checken und über andere Konfirmanden lästern musste. Wichtig war an der Feier auch, dass das Lokal teuer war und erhebliche Geschenke geliefert wurden. Die Konfirmation als Selbstdarstellung der Eltern – das ist dort schon immer so.

Ich bin gespannt, wie der Konfirmand sich weiter entwickeln wird. Momentan ist er ganz der Sohn seines Vaters, hat sich beispielsweise darüber aufgeregt, dass auch die Familie eines anderen Konfirmanden im selben Restaurant feierte, obwohl „die“ sich das eigentlich gar nicht leisten können…

Wir selbst haben gerade ganz große Sorgen, über die ich momentan gar nicht schreiben kann. Ich saß daher teilweise weinend im Gottesdienst und hoffte, dass mir jeder die Nummer mit der Allergie glauben würde. Aber ich nahm auch viel Trost mit aus den Worten des Pfarrers.

In den Tagen danach kämpfte ich weiter gegen das Böse, das uns gerade so belastet – inhaltlich und finanziell. Es scheint, als hätten wir Hilfe gefunden, aber ich traue der Sache (und der Person) noch nicht so ganz. Es ist noch nicht alles entschieden, wir warten angespannt auf den erlösenden Anruf. Für die finanzielle Seite gibt es immerhin einen Hoffnungsschimmer: Ich saß besorgt vor meinen Zahlen und überlegte, wie das alles gehen soll, da klingelte das Telefon und eine spannende Frau bat um ein Angebot. Kurz danach meldete sich ein weiterer Interessent, zwei andere kleinere Angebote laufen bereits. Irgend etwas davon wird hoffentlich klappen, es würde uns sehr helfen.

Daumen und himmlische Unterstützung nehmen wir gerne !

Samstag, 14. April 2012

Pizza im Holzofen

In all den Jahren hatten wir noch nie ein so ungewöhnliches Ferienhaus wie dieses. Unter anderem stand in der Küche ein Holzherd, und die Vermieterin hatte ausdrücklich die Benutzung desselben empfohlen.


Was auch sinnvoll war, denn die Zentralheizung alleine war etwas schwach. Mit dem Feuerchen in dem historischen Ofen wurde es in der Wohnküche schön heimelig warm, und wir verbrachten viel Zeit am Küchentisch und spielten – Scrabble war diesmal der Favorit.

In dem alten Herd befand sich auch ein Backblech, also beschlossen wir, das auszunutzen – wann hat man schon die Gelegenheit, selbst eine Holzofenpizza zu machen ?



Sagen wir so – es war sehr spannend, wie Eltern erinnern uns beide an ähnliche Herde in den Wohnungen unserer Großeltern, und für die Kinder war es gelebtes Museum. Aber die Pizza brauchte dann doch sehr, sehr lange, irgendwann gaben wir auf und wechselten zum konventionellen Herd. Macht aber nichts, Spass hat es trotzdem gemacht !


Mittwoch, 11. April 2012

Im Schwarzwaldhaus

Anfang des Jahres hatten wir finanziell eine gute Phase. Beim Blick auf den Kalender in Verbindung mit Gögas komplizierten Dienstplan stellten wir fest, dass eine Woche Urlaub zwischendurch möglich wäre.

Ich stöberte in den einschlägigen Ferienhausportalen herum. Fünf Personen, dabei Kinder, die aufgrund ihrer Besonderheit ein eigenes Zimmer brauchen, zwei mitreisende Hunde, und bitte keine lange Anfahrt, weil der Göga am Sonntag noch zu arbeiten hatte – das schränkte die Auswahl natürlich ein. Mehr zufällig stieß ich auf ein altes Bauernhaus, dessen Beschreibung nett klang: Die Eigentümerfamilie hat bis vor ein paar Monaten selbst darin gewohnt und musste dann berufsbedingt umziehen. Die Ausstattung klang gut, die (wenigen !) Bilder wirkten nett, und es gab ein Klavier ! Mitteltochter war begeistert, und da uns das Ziel an sich sowieso nicht besonders wichtig war, buchten wir also ein altes, aber saniertes Bauernhaus im Schwarzwald.

Es war am Anreisetag kalt, es regnete, der Schwarzwald war düster. Wir waren gespannt, denn, wie gesagt, es gab kaum Bilder im Netz, weil die Familie das Haus erst jetzt vermietet, wir waren die zweiten Gäste, in den Wochen davor wurde renoviert.

Auf der Fahrt überholten wir diesen Reisebus – das musste doch ein gutes Zeichen sein:




Bei einem Bauernhaus habe ich ein gewisses Bild vor Augen: Balkonkästen mit Geranien, Bauerngarten, Aussicht (das Haus steht am Berg), Platz drumherum.

Als wir ankamen, dachten wir erst an einen Irrtum. Das Haus steht ziemlich eingequetscht zwischen den anderen Häusern, es stehen tatsächlich unendlich viele Blumen herum, aber es gibt fast keinen Garten, nur einen kleinen Steilhang ohne Gras, keinen richtigen Hof, der Wald, der angeblich in der Nähe ist, ist zwei Straßen entfernt, und so im grauen Regen sah das alles nicht besonders einladend aus.

Der Schlüssel war in einem Versteck hinterlegt, wir gingen mit bangem Gefühl in das alte Haus.



Oh.

Verwinkelt trifft es gut. Kalt war es. Überall knarrte der unebene Holzboden. Und es roch sehr stark, nach einer Mischung aus altem Holz, Putzmittel und Duftsäckchen. Die hängen hier überall in Unmengen.

Wir brauchten dann doch etwas Zeit. Eigentlich waren wir selbst schuld, ein altes Bauernhaus ist ein altes Bauernhaus auch nach der Sanierung. Immerhin war alles supersauber, auf dem Küchentisch fanden wir nette Willkommensgeschenke (ein Osternest, ein gebackenes Osterlamm, Wein und ein Willkommensbriefchen), und nach mehreren Rundgängen fanden wir uns auch ohne weiteres Verlaufen zurecht.



Holz ist im Preis inbegriffen, der Göga machte also den Holzofen im Flur und den Heizherd in der Küche an (das wurde auch in der „Bedienungsanleitung“ so empfohlen, trotz moderner Zentralheizung), und als es dann warm wurde, konnten wir uns mit dem Haus anfreunden.

Es ist sehr…. individuell. Alles ist heftig dekoriert, es ist nicht zu fassen. Die Küche ist sehr gut ausgestattet, wenn man sich darauf einlässt, ist es wirklich schön hier. Der Geruch ist nach einigem Lüften erträglich geworden. Gestern war es relativ mild und sonnig, wir konnten die gute Luft genießen, waren viel draußen. Inzwischen finden wir sogar die Toilette ohne Irrweg, genießen die urige Gemütlichkeit des Hauses, und die Kinder wünschen sich, dass wir unbedingt noch einmal herkommen.

To be continued !



Mittwoch, 14. März 2012

Unkraut vergeht nicht

Es gibt uns noch, und es wird hier weitergehen.

Die Pause in den letzten Wochen war nötig. Schlimme Dinge haben sich ereignet, die Schulleiterin, die Mitteltochter schon seit über zwei Jahren abschieben möchte (zu sensibel, zu oft krank, zu still – das wollen wir nicht….), hat mit einer unglaublichen Gnadenlosigkeit zugeschlagen. Zum Glück habe ich dank jahrelanger ehrenamtlicher Arbeit ein wunderbares Netzwerk, das dann sofort weitere Kontakte hergestellt hat, der weiteste Weg führte (nur telefonisch) nach Berlin.

Das eine ist die juristische Seite, da sind wir auch noch dran. Aber das nutzt alles nichts, wenn ein Kind zusammenklappt, weil Dinge so stattfinden wie bei uns. Selbst die Behörden hier vor Ort sind entsetzt, niemand kann es nachvollziehen.

Mitteltochter war gezwungen, sehr schnell, ohne Frist und ohne sinnvolle Verabschiedung die Schule zu wechseln, und weil es hier nirgendwo einen vernünftigen Platz gab, besucht sie jetzt eine Privatschule. NICHT die, die eigentlich am besten passen würde, denn selbst dort war kein Platz mehr frei. Arztbesuche, Amtsgespräche, Telefonate, und jetzt die Fahrerei – die neue Schule ist 28 km entfernt, die Zugverbindung mäßig, Tochter schafft das noch nicht, also fahre ich zweimal täglich in den Nachbarkreis– kosten unendlich Zeit und Kraft (und Benzin…). An vielen Tagen war ich nervlich nicht mehr in der Lage, sinnvoll zu arbeiten. Und das alles in der Zeit der Abrechnungen und abendlichen Eigentümerversammlungen.

Der Göga leidet erstmals unter Schlafstörungen vor Kummer, was bei Nachtarbeitern besonders ungünstig ist. Noch nie habe ich ihn so erschöpft und besorgt gesehen.

Aber wir rappeln uns wieder. Der Tochter geht es an der neuen Schule wunderbar. Sie hat in ihrer neuen Klasse eine Seelenverwandte gefunden und ist vollkommen im Glück. Von einer Klasse mit 31 Schülern und zahlreichen gefrusteten, zynischen und unwilligen Lehrern kam sie in eine Klasse mit 15 Schülern,  mit engagierten und gut gelaunten Lehrkräften und einer Schulleitung, die sich für jedes Kind einsetzt. Was natürlich nüchtern betrachtet auch zum Teil Marketing ist, zahlende Eltern möchten für ihr Geld eine gute Leistung.

Die finanzielle Seite ist heftig. Als Eintritt muss man ein Elterndarlehen in fast fünfstelliger Höhe einzahlen. Man bekommt das wieder zurück, wenn das Kind ausscheidet, frühestens nach x Jahren. Die monatlichen Kosten sind nicht ganz ohne, und da wir ja noch zwei weitere Kinder an einer Privatschule haben (nicht aus Luxus !), kommen wir auf eine irrsinnige finanzielle Belastung. Momentan wird geklärt, ob ein Zuschuss möglich ist, denn der Wechsel war ja nicht freiwillig, unsere Tochter wollte unbedingt an ihrer alten Schule bleiben, hatte dort trotz aller Probleme Freundinnen und keinen weiten Schulweg.

Es fehlen nun mindestens vier Wochen in meiner beruflichen Terminplanung, ich wache oft nachts schweißgebadet auf und würde am liebsten ins Büro fahren, um Rückstände abzuarbeiten, aber wenn es unserer Tochter langfristig gut geht und sie es irgendwann zuverlässig schafft, mit dem Zug zu fahren, dann wird es uns allen hoffentlich bald besser gehen.

Und dann wird das Blog hier auch wieder belebter, versprochen ! Schon aus reinem Egoismus – Ablenkung tut nämlich gut.

Dienstag, 11. Oktober 2011

Rotzlöffel

Am Abend eines schwierigen Tages gingen mir die Kinder mit unnötigen Dingen auf den Keks. Besonders Hibbeljunior ist schwer zu ertragen, wenn die Hibbelei total mit ihm durchgeht, man selbst aber einfach nur Ruhe möchte.


„Junior, geh jetzt endlich ins Bett, ich habe überhaupt keine Nerven mehr“, forderte ich ihn auf.

Woraufhin der ungezogene Rotzlöffel (Achtung, Ironiealarm !) mich frech in den Arm zwickte und grinsend meinte:

„Du irrst dich. Wenn du das spürst, sind noch welche übrig !“

(Manchmal ist zu viel Wissen auch nicht gut.)

Sonntag, 25. September 2011

OTTO Waalkes live !

Vor einigen Monaten entdeckten wir, dass OTTO in unsere Kreisstadt kommen würde. Unser Junior liebt OTTO und kennt vermutlich jede Nummer vorwärts und rückwärts, die Mädchen finden ihn gut, und wir alten Eltern verbinden vor allem Erinnerungen an ihn. So kam es, dass wir ein Vermögen investierten in Karten – leider gab es keine Ermäßigungen, fünf Karten mittlerer Preisklasse kosten heftig.

Wir freuten uns nun soooo lange schon, gestern war es endlich soweit.

Und was soll ich sagen – GENIAL ! Unglaublich, wie ein einziger Mann alleine auf der großen Bühne das Publikum wirklich von der ersten Minute an mitreißen kann. Brillenträger wie ich waren definitiv benachteiligt – die Lachtränen hätten einen Brillenscheibenwischer erfordert.

Das Programm war keineswegs angestaubt, sondern absolut an die heutige Zeit angepasst. Lady Gaga wurde parodiert, der Graf von Unheilig, Sid aus „Ice Age“ war da, und dazwischen gab es auch die Klassiker – Mitsingnummern für alle, und als Zugabe lügende Dänen.

Am Ende der zwei Stunden, die wie im Flug vergangen waren, blieben noch einige Hardcore-Fans im Saal. Wir hatten es auch nicht eilig, warteten den großen Ansturm erst einmal ab – und da kam OTTO noch einmal auf die Bühne und gab Autogramme. Vollkommen freundlich, nicht genervt oder arrogant, stets bereit für Fotos mit den Fans und ausgesprochen geduldig.

So kam es dann, dass auch ich umärmelt wurde und OTTO mit mir zusammen in die Kamera lächelte – aber leider hat der Göga uns nicht richtig erwischt, es gibt kein Foto.

Falls ihr jemals die Gelegenheit habt, zu Otto live zu sehen, dann geht hin, es lohnt sich !

Samstag, 10. September 2011

Urlaubserinnnerungen

Das Internet macht vieles möglich – auch eine virtuelle Reise ins Jahr 2003.



Das Bild oben zeigt den Supermarktparkplatz in Søndervig.

Hier haben wir 2003 einen wunderschönen Urlaub verbracht, die Kinder waren damals acht, sechs und drei Jahre alt. Wir kauften im Supermarkt ein, hatten dort geparkt, wo ich die Autos gelb markiert habe.

Junior, der niemals müde und ziemlich hyperaktive Wildfang, nutze eine klitzekleine Sekunde, in der ich ihn nicht festhielt – und rannte als laufender Meter auf die Kreuzung zu (roter Pfeil).

Es war filmreif – von allen Seiten kamen Autos, wir schrien, Junior fand das total witzig und rannte weiter, wir hinterher, aber mit dem Gefühl, nicht vom Fleck zu kommen.

Ein Albtraum !

Zum Glück gehen in Dänemark die Uhren anders (langsamer *g*), alle Autos bremsten rechtzeitig, wir konnten Junior mitten auf der Kreuzung einsammeln. Keiner der Autofahrer hat übrigens gemeckert, alle haben nur gegrinst.

Ich würde ja gerne schreiben, dass es jetzt viel besser geworden ist mit ihm, aber das wäre maßlos übertrieben. In einem Anfall wäre die Szene leider immer noch denkbar, allerdings sind wir Eltern besser trainiert und könnten die Situation schon im Vorfeld abfangen.

Falls ihr noch ein Urlaubsziel sucht: diese Gegend ist wirklich klasse !

Donnerstag, 25. August 2011

Bitte nicht schlafen !

Längere Urlaubsfahrten finden bei uns nachts statt. Nachts schläft ein Teil der Kinder, der Göga ist an Nachtarbeit gewöhnt und fährt gerne bei Dunkelheit, es ist auch im Sommer nicht heiß, die Staugefahr gering (wobei wir dieses Jahr dank zweier Nachtbaustellen insgesamt eine gute Stunde Stillstand hatten).

Bei Junior wurde der Müdigkeitsmodus vergessen. Er schläft seit seiner Geburt extrem wenig, gefühlt eigentlich „nie“, und schon gar nicht auf Urlaubsfahrten. Man könnte ja etwas verpassen.

Dieses Jahr hat er seinen Nachtaktivitätenrekord wohl gebrochen. Wir fuhren abends los, da war er schon seit dem Vormittag auf. Es wurde Mitternacht, es wurde ein Uhr , es wurde zwei Uhr, die Schwestern schliefen, Junior war hellwach, bespaßt durch pädagogisch wertlose DVD’s, dafür aber meistens einigermaßen friedlich. Es wurde drei Uhr, vier Uhr, es wurde hell, wir waren schon in Dänemark – Junior war frisch und munter. Gegen neun Uhr, nach einer komplett durchgemachten Nacht, nickte er nach einem Spaziergang doch ein. Aber nach einer einzigen Stunde war er wieder da, bestens erholt und langsam ungeduldig.

Am Ferienhaus angekommen schnappte er sich einen Ball und testete die Bodenbeschaffenheit. Alles prima, Kicken geht, die Schaukel ist gut, das Fahrrad musste auch getestet werden. Junior war wach und sehr aktiv.

Es wurde Abend, er war wach. Es wurde Mitternacht, er war munter. Keine Spur war zu erkennen von einer fast durchgemachten Nacht. Dabei blieb es dann auch – die eine Stunde Nickerchen hat ihm gereicht, er hat zu keiner Zeit Schlaf nachgeholt, war im Urlaub wie immer in den Ferien bis zwei Uhr und länger wach.

Auf der Rückfahrt aber schwächelte er. Er schlief ganze drei Stunden, und als wir um halb vier Uhr morgens daheim ankamen, kündigte er an, gleich aufzubleiben. Wir lachten nur trocken – er aber bestand darauf, keinen Schlafanzug zu benötigen und verzog sich in sein Zimmer. Wo er definitiv wach blieb, den ganzen Tag bis spät in die Nacht.

Woher er das hat ? Tja…..

Sein Großvater, mein Vater, schläft selten mehr als vier Stunden pro Nacht. Seine Mutter, also ich, hat jahrelang bis weit nach Mitternacht gelesen. Es ist die Sache mit dem Apfel, der nicht weit vom Stamm fällt, aber leider waren die letzten Jahre für uns extrem anstrengend, so dass ich inzwischen nur noch selten nach Mitternacht wach bin. Zumindest im normalen Alltag, in den Ferien kann es schon vorkommen, dass ich nachts die Zeit vergesse :-).

Mittwoch, 10. August 2011

Und nun zum Wetter :-)



(Quelle: wetteronline.de)

Seit Tagen behauptet die Wettervorhersage, dass das Wetter hier schlecht sei. Muss ja auch so sein, Dänemark ist kalt, das weiß man doch. Unsere Älteste würde das sofort bestätigen, sie mag keinen Wind und wünscht sich bitte Temperaturen ab 27 Grad aufwärts. So heiß dürfte es hier tatsächlich nur selten sein.

Sicher stimmt die Wettervorhersage für das Landesinnere, aber hier am Meer ändert sich das Wetter durch den Wind eigentlich ständig. Wir hatten bisher Glück, der Regen kam nur nachts und am frühen Morgen, bis auch das letzte Familienmitglied aus dem Bett gekrochen kam, schien schon wieder die Sonne, man konnte auf der Terrasse frühstücken, es war schon fast zu warm für den langen Hundespaziergang, und man konnte im Meer schwimmen – theoretisch. Praktisch aber weht dort gerade durchaus ein frischer Wind, und nur die ganz Harten gehen ganz ins Wasser. Buddeln geht aber, und mit der obligatorischen Strandmuschel als Windschutz kann man es wunderbar aushalten – wenn man nicht 27 Grad, Liege an Liege und den Strandkellner bevorzugt.

Und da uns keiner das gute Wetter glaubt, hier noch ein Beweisfoto:


Samstag, 7. Mai 2011

Obercool !

Meine Kinder finden es nach wie vor erstaunlich, dass sie Päckchen bekommen aus Österreich von einer Freundin der Mutter, an die sie sich altersbedingt nicht wirklich erinnern können. Es gibt lediglich ein paar wenige Fotos und ein paar Geschichten dazu, aber sie waren einfach zu klein damals.


Nun bekam meine Große ein von der Mitautorin signiertes Buch, sozusagen einen echten Fanartikel. Sie freute sich riesig und meinte, falls die Autorin einmal richtig berühmt werde, was durchaus im Rahmen des Möglichen liegt, dann habe sie ein echtes Frühwerk. Danke, es wird ganz sicher in Ehren gehalten und hat sehr viel Freude bereitet !

Eine ganz besondere Freude machte die Freundin der mittleren Tochter schon mehrfach. Es gab ein Kochbuch von Cynthia Barcomi. Die Tochter hat nämlich das Backen als Hobby entdeckt – dieses Gen hat sie definitiv nicht von mir. Und nun backt sie sich durch die Rezepte, dass einem nichts mehr einfällt. Frau Barcomi bevorzugt sehr süße und hochkalorische Leckereien, Hüftgold pur also, aber soooo lecker ! Auch der Pizzateig ist gigantisch, obwohl fast ohne Zucker :-).


Zum Geburtstag bekam die Tochter dann eine absolut superdupergeniale Designwaage – sie sieht doch unglaublich aus, oder ? Zumal Tochterherz ihr neues Zimmer in Lila hält: eine Wand wird dramatisch dunkellila gestrichen, was meinen schwäbischen Göga zu kleineren Aufständen im Baumarkt getrieben hat (viel zu dunkel, nur die teuerste Marke hatte diese Farbe überhaupt im Sortiment, das wird doch nichts). Tochters Möbel sind hell, es gibt noch relativ viel Platz auf Regalen und Kommoden, daher sieht das sicher toll aus. Natürlich kommt die Waage nicht in die Küche, da wird sie nur benutzt, anschauen will Tochterherz sie täglich bei sich im Zimmer. Wäre sie etwas weicher, würde sie sie mit ins Bett nehmen ;-).

Und ich sage hier ganz gerührt DAAAAAANKE !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Die Muffins auf dem Bild sind superlecker, und natürlich nach einem Cynthia-Rezept gebacken.

Sonntag, 13. Februar 2011

Peter Alexander, Thomas Gottschalk und ich ;-)

Mit Peter Alexander verbinde ich Nachmittage bei meiner Oma. Sie lebte im Haus nebenan und war meine Hauptbezugsperson. Es gab bei ihr ein „Fernsehzimmer“, das war eine Art Verlängerung des Wohnzimmers, und dort liefen eben die Filme und Shows mit Peter Alexander. Ich war neun Jahre alt, als sie gestorben ist, aber diese Zeit gehört zu den wenigen Heile-Welt-Erinnerungen meiner Kindheit

Dass Peter Alexander nun tot ist, berührt mich kurz, aber ich vermute, nach dem Tod seiner Frau und seiner Tochter und aufgrund seiner Erkrankung war es für ihn in gewisser Weise auch „richtig“, jetzt gehen zu dürfen.

Gestern nun hat Thomas Gottschalk verkündet, dass er mit „Wetten dass…?“ aufhören wird. Ich kann seine Entscheidung völlig nachvollziehen. Den Unfall bei der letzten Sendung haben wir live gesehen. Geplant war ein gemütlicher Familienabend (na ja, ohne den nachtschichtenden Papa, aber eben drei Kinder und Muttern pädagogisch wertlos vor der Glotze). Wir waren völlig geschockt, es fühlt sich „live“ anders an, als wenn man nur am nächsten Tag in der Zeitung von so einem Vorfall liest.

In den letzten Jahren haben wir „Wetten dass…?“ nur noch ab und zu angeschaut. Thomas Gottschalk verhielt sich manchmal wie ein peinlicher Berufsjugendlicher, aber meinetwegen hätte er noch einige Jahre weiter diese Sendung moderieren können. Lustiger als Frank Elsner und um Lichtjahre besser als dieser unsägliche „Lippi“ war er allemal.

Zwei einflussreiche Fernsehgesichter meiner Kindheit und Jugend entfallen also. Das eigentlich erschreckende ist dabei, wie lange das alles schon her ist. Dreißig Jahre „Wetten dass…?“, und es fühlt sich gar nicht nach einer solchen Zeitspanne an. Der „Earth Song“ mit Michael Jackson – das war doch erst gestern.

So gesehen bin ich schon eine ziemlich alte Schachtel ;-).

Samstag, 25. Dezember 2010

Verschneite Weihnachten


Dies sind die Stufen vor unserer Haustür – die letzte kann man nur noch erahnen.

Wir haben tollen Schnee ohne Ende, Göga arbeitet dieses Jahr an den Weihnachtstagen nicht, wir werden nachher gemütlich frühstücken und dann mit den Hunden durch den Schnee stapfen – so zumindest ist der angenehme Plan.

Die gefüllte Kalbsbrust habe ich gestern schon gebraten, aber es wird trotzdem etwas eng werden – ein Kuchen ist noch zu backen, und um 13.00 Uhr sitzt Schwiegermutter hier zum Mittagessen. Ich weiß schon, warum es zu uns besser passt, abends warm zu essen, aber irgendwie werde ich den Zeitplan schon einhalten, den Schneespaziergang zusammen mit Göga lasse ich mir nicht nehmen.

Ich wünsche euch einen entspannten Weihnachtstag !

Mittwoch, 24. November 2010

Der Hund im Haushalt

Das müßt ihr euch unbedingt ansehen, danke, Miriam, für den Link !

Donnerstag, 18. November 2010

Wieder da :-)




Es half alles nichts, die neuen Stühle, die ich angespart hatte, wurden mal wieder verschoben. Ich habe jetzt ein neues Notebook und muss mich noch etwas orientieren. Die wichtigsten Dateien konnte ich retten, der Rest ist noch offen, genauso wie die Frage, wann die Herstellerfirma des defekten Notebooks den Kostenvoranschlag fertig macht oder ob es einen anderen Weg gibt. Nervig !



Das Auto ist fahrbereit, aber ein Teil muss noch ersetzt werden. Auf die Rechnung "freuen" wir uns natürlich *seufz*.


Heute war zwar ein grauer Novembertag, doch extra als Trost für mich kamen ein paar Sonnenstrahlen durch :-)



Sonntag, 7. November 2010

Muss das sein ?

Das Notebook, mein Hauptarbeitsgerät, streikt. Das nötige Ersatzteil gibt es, aber es hat eine Lieferzeit und ist recht teuer. Die dringend anstehende Datensicherung steht noch nicht abgehakt auf meiner To-do-Liste....

Das Netbook hat massive Ausfallerscheinungen. Es ist Glückssache, ob es eine Weile geht oder nicht.

Arbeiten geht daher nur notdürftig am Familien-PC im Schlafzimmer. Prima, vor allem, weil ab Dienstag der Göga Urlaub hat und ich eine Woche Durchpowern geplant hatte.

Der Zweitwagen ist kaputt. Nächste Woche geht die Schule wieder los und damit viele Fahrdienste. Prima, fahren wir eben mit dem großen Auto, kostet eben mehr Benzin. Nach dieser Woche wird es ganz schwierig, Gögas Urlaub ist dann schon wieder vorbei, und wir brauchen zwei Autos, um berufliche und Kinderfahrten abzudecken. Einkaufen wäre das kleinste Problem, das geht hier zu Fuß.

Ersatzteile für die Rechner und Reperaturkosten für das Auto passen ganz besonders gut in die Zeit vor Weihnachten. Drei eigene und fünf "erbeutete" Verwandten- und Patenkinder möchten beschenkt werden, alle sind im zweistelligen Alter und teilweise sehr anspruchsvoll *seufz*.


Und eigentlich brauche ich dringend eine neue Brille.


Ist eine schlechte Phase für unsere Finanzen *seufz*.

Mittwoch, 29. September 2010

Naturnahes Wohnen




Beim Zahnarzt, der mich seit Beginn des neuen Schuljahres leider gleich für mehrere Stunden behandelt hat, beame ich mich innerlich meistens weg. Nur so halte ich als Zahnarztphobiker das überhaupt aus.

Ihr sollt auch etwas davon haben:

Unser Ferienhaus in Dänemark hatte sehr große Fensterfronten. Mein Lieblingsplatz war die oben abgebildete Ecke im Wohnzimmer – herrlich, einfach herrlich !

Dänische Ferienhäuser haben normalerweise keinen Keller, sondern werden auf einem Betonfundament gebaut. Und da sie mitten in der Landschaft stehen, kann es vorkommen, dass die Natur auch ins Schlafzimmer reinschaut.

An einem Abend aber hatten wir noch mehr „Natur“: Ich fiel vor Schreck fast um, als ich auf der Vorhangstange eine Maus laufen sah !

Meine Kinder überlegten zwar, ob man nicht noch ein weiteres Haustier aufnehmen könnte, halfen dann aber doch dabei, das Tierchen über eines der bodentiefen Fenster nach draußen zu lotsen.

Freitag, 10. September 2010

Und wie war das Wetter ?


Wir sind wieder zurück.

Fragt man mich nach dem Wetter, strahle ich und berichte von viel Sonnenschein, herrlichen Strandspaziergängen, Aufatmen in der gesunden Nordseeluft, Lesen auf der Terrasse, schönen Ausflügen und einem wunderbaren Tag bei Freunden, die in Dänemark leben. Unsere mittlere Tochter war ebenfalls weitgehend zufrieden mit dem Wetter in Dänemark. Sie reklamierte nur, dass es manchmal zu warm für sie war, sie mag es eher herbstlich.

Fragt man Göga oder unsere älteste Tochter, dann hatten wir schlechtes Wetter. Es war mit Temperaturen zwischen 20 und 24 Grad viel zu kalt, und ständig dieser Wind – nein, danke. Wobei ich mich frage, seit wann der Nordseewind meinen Mann stört. Er hat seiner Mutter sogar von einem Sturm erzählt. Dieser angebliche Sturm war ein windiger Regentag, keineswegs vergleichbar mit dem echten Sturm 2009, als die Strandhütten von Loekken vom Wasser unterspült wurden.

Fragt man Junior nach dem Wetter, dann äußert er sich zufrieden. Er konnte viel im Sand buddeln und täglich kicken, das reicht ihm vollkommen.

Der Urlaub war ansonsten sehr….. durchwachsen. Man nimmt eben seine Probleme und seine Krankheiten mit. Es gab viele sehr schöne Momente, aber auch tiefschwarze Tage. Zeitweise dachten wir sogar über einen Abbruch des Urlaubs nach, aber wir kamen dann zu dem Schluss, dass schwarze Tage am Meer vielleicht leichter zu ertragen sind als schwarze Tage daheim.

Nun müssen wir wieder im Alltag ankommen, haben auch einige Gedanken und Pläne. Göga ist vorhin zur Nachtschicht gegangen, die Kinder sind noch relativ entspannt, die Waschmaschine läuft, auf dem Telefon waren keine unangenehmen Nachrichten und im Postfach weder üble mails noch üble Papierpost. So eine Rückkehr in den Alltag ist dann doch recht angenehm.

Und nun mache ich mich nach und nach daran, mich auf den aktuellen Stand bei meinen Lieblingsblogs zu bringen und liebe Post zu beantworten. Euch allen ein schönes Wochenende, und den Baden-Württembergern, den Bayern und den Österreichern einen guten Schulstart nächste Woche – überhört mir den Wecker nicht, gelle !

Sonntag, 8. August 2010

Schee war's !











Danke, Doro und Co., für den schönen Nachmittag !

Auch die Hunde haben sich vertragen, von gelegentlichen Scharmützeln mal abgesehen. Nicht geklappt hat allerdings die Gruppenaufnahme - ich hatte in grenzenloser Selbstüberschätzung behauptet, wir würden alle vier Hunde nebeneinander sitzend fotografieren können. Das sahen die Hunde aber ganz anders.....








Mittwoch, 21. Juli 2010

Wasserspiele


Unsere Kinder sind längst zu alt für Planschbecken, aber trotzdem haben sie bei dieser Hitze noch Spaß daran, ihre Füße hineinzuhängen.


Bruno mag Wasser nicht so, aber bei Duke ist wohl ein Labrador mit dabei :-)