Sonntag, 25. September 2011

OTTO Waalkes live !

Vor einigen Monaten entdeckten wir, dass OTTO in unsere Kreisstadt kommen würde. Unser Junior liebt OTTO und kennt vermutlich jede Nummer vorwärts und rückwärts, die Mädchen finden ihn gut, und wir alten Eltern verbinden vor allem Erinnerungen an ihn. So kam es, dass wir ein Vermögen investierten in Karten – leider gab es keine Ermäßigungen, fünf Karten mittlerer Preisklasse kosten heftig.

Wir freuten uns nun soooo lange schon, gestern war es endlich soweit.

Und was soll ich sagen – GENIAL ! Unglaublich, wie ein einziger Mann alleine auf der großen Bühne das Publikum wirklich von der ersten Minute an mitreißen kann. Brillenträger wie ich waren definitiv benachteiligt – die Lachtränen hätten einen Brillenscheibenwischer erfordert.

Das Programm war keineswegs angestaubt, sondern absolut an die heutige Zeit angepasst. Lady Gaga wurde parodiert, der Graf von Unheilig, Sid aus „Ice Age“ war da, und dazwischen gab es auch die Klassiker – Mitsingnummern für alle, und als Zugabe lügende Dänen.

Am Ende der zwei Stunden, die wie im Flug vergangen waren, blieben noch einige Hardcore-Fans im Saal. Wir hatten es auch nicht eilig, warteten den großen Ansturm erst einmal ab – und da kam OTTO noch einmal auf die Bühne und gab Autogramme. Vollkommen freundlich, nicht genervt oder arrogant, stets bereit für Fotos mit den Fans und ausgesprochen geduldig.

So kam es dann, dass auch ich umärmelt wurde und OTTO mit mir zusammen in die Kamera lächelte – aber leider hat der Göga uns nicht richtig erwischt, es gibt kein Foto.

Falls ihr jemals die Gelegenheit habt, zu Otto live zu sehen, dann geht hin, es lohnt sich !

Samstag, 10. September 2011

Urlaubserinnnerungen

Das Internet macht vieles möglich – auch eine virtuelle Reise ins Jahr 2003.



Das Bild oben zeigt den Supermarktparkplatz in Søndervig.

Hier haben wir 2003 einen wunderschönen Urlaub verbracht, die Kinder waren damals acht, sechs und drei Jahre alt. Wir kauften im Supermarkt ein, hatten dort geparkt, wo ich die Autos gelb markiert habe.

Junior, der niemals müde und ziemlich hyperaktive Wildfang, nutze eine klitzekleine Sekunde, in der ich ihn nicht festhielt – und rannte als laufender Meter auf die Kreuzung zu (roter Pfeil).

Es war filmreif – von allen Seiten kamen Autos, wir schrien, Junior fand das total witzig und rannte weiter, wir hinterher, aber mit dem Gefühl, nicht vom Fleck zu kommen.

Ein Albtraum !

Zum Glück gehen in Dänemark die Uhren anders (langsamer *g*), alle Autos bremsten rechtzeitig, wir konnten Junior mitten auf der Kreuzung einsammeln. Keiner der Autofahrer hat übrigens gemeckert, alle haben nur gegrinst.

Ich würde ja gerne schreiben, dass es jetzt viel besser geworden ist mit ihm, aber das wäre maßlos übertrieben. In einem Anfall wäre die Szene leider immer noch denkbar, allerdings sind wir Eltern besser trainiert und könnten die Situation schon im Vorfeld abfangen.

Falls ihr noch ein Urlaubsziel sucht: diese Gegend ist wirklich klasse !

Donnerstag, 25. August 2011

Bitte nicht schlafen !

Längere Urlaubsfahrten finden bei uns nachts statt. Nachts schläft ein Teil der Kinder, der Göga ist an Nachtarbeit gewöhnt und fährt gerne bei Dunkelheit, es ist auch im Sommer nicht heiß, die Staugefahr gering (wobei wir dieses Jahr dank zweier Nachtbaustellen insgesamt eine gute Stunde Stillstand hatten).

Bei Junior wurde der Müdigkeitsmodus vergessen. Er schläft seit seiner Geburt extrem wenig, gefühlt eigentlich „nie“, und schon gar nicht auf Urlaubsfahrten. Man könnte ja etwas verpassen.

Dieses Jahr hat er seinen Nachtaktivitätenrekord wohl gebrochen. Wir fuhren abends los, da war er schon seit dem Vormittag auf. Es wurde Mitternacht, es wurde ein Uhr , es wurde zwei Uhr, die Schwestern schliefen, Junior war hellwach, bespaßt durch pädagogisch wertlose DVD’s, dafür aber meistens einigermaßen friedlich. Es wurde drei Uhr, vier Uhr, es wurde hell, wir waren schon in Dänemark – Junior war frisch und munter. Gegen neun Uhr, nach einer komplett durchgemachten Nacht, nickte er nach einem Spaziergang doch ein. Aber nach einer einzigen Stunde war er wieder da, bestens erholt und langsam ungeduldig.

Am Ferienhaus angekommen schnappte er sich einen Ball und testete die Bodenbeschaffenheit. Alles prima, Kicken geht, die Schaukel ist gut, das Fahrrad musste auch getestet werden. Junior war wach und sehr aktiv.

Es wurde Abend, er war wach. Es wurde Mitternacht, er war munter. Keine Spur war zu erkennen von einer fast durchgemachten Nacht. Dabei blieb es dann auch – die eine Stunde Nickerchen hat ihm gereicht, er hat zu keiner Zeit Schlaf nachgeholt, war im Urlaub wie immer in den Ferien bis zwei Uhr und länger wach.

Auf der Rückfahrt aber schwächelte er. Er schlief ganze drei Stunden, und als wir um halb vier Uhr morgens daheim ankamen, kündigte er an, gleich aufzubleiben. Wir lachten nur trocken – er aber bestand darauf, keinen Schlafanzug zu benötigen und verzog sich in sein Zimmer. Wo er definitiv wach blieb, den ganzen Tag bis spät in die Nacht.

Woher er das hat ? Tja…..

Sein Großvater, mein Vater, schläft selten mehr als vier Stunden pro Nacht. Seine Mutter, also ich, hat jahrelang bis weit nach Mitternacht gelesen. Es ist die Sache mit dem Apfel, der nicht weit vom Stamm fällt, aber leider waren die letzten Jahre für uns extrem anstrengend, so dass ich inzwischen nur noch selten nach Mitternacht wach bin. Zumindest im normalen Alltag, in den Ferien kann es schon vorkommen, dass ich nachts die Zeit vergesse :-).

Mittwoch, 10. August 2011

Und nun zum Wetter :-)



(Quelle: wetteronline.de)

Seit Tagen behauptet die Wettervorhersage, dass das Wetter hier schlecht sei. Muss ja auch so sein, Dänemark ist kalt, das weiß man doch. Unsere Älteste würde das sofort bestätigen, sie mag keinen Wind und wünscht sich bitte Temperaturen ab 27 Grad aufwärts. So heiß dürfte es hier tatsächlich nur selten sein.

Sicher stimmt die Wettervorhersage für das Landesinnere, aber hier am Meer ändert sich das Wetter durch den Wind eigentlich ständig. Wir hatten bisher Glück, der Regen kam nur nachts und am frühen Morgen, bis auch das letzte Familienmitglied aus dem Bett gekrochen kam, schien schon wieder die Sonne, man konnte auf der Terrasse frühstücken, es war schon fast zu warm für den langen Hundespaziergang, und man konnte im Meer schwimmen – theoretisch. Praktisch aber weht dort gerade durchaus ein frischer Wind, und nur die ganz Harten gehen ganz ins Wasser. Buddeln geht aber, und mit der obligatorischen Strandmuschel als Windschutz kann man es wunderbar aushalten – wenn man nicht 27 Grad, Liege an Liege und den Strandkellner bevorzugt.

Und da uns keiner das gute Wetter glaubt, hier noch ein Beweisfoto:


Samstag, 18. Juni 2011

Wählscheibe

Kürzlich hatte ich einen Termin bei der Bank, mußte für eine Gemeinschaft ein neues Konto anlegen. Die Bank wird gerade umgebaut, mein recht junger Berater saß in einem Container und war etwas genervt. Alle paar Minuten ging die Tür auf und eine Omi suchte verzweifelt den Bankschalter. Er war sehr erleichtert, als ich ihm erklärte, dass mich das wirklich nicht störe, denn ich kenne die Omis ja noch aus meiner eigenen Zeit als Banker. Und weil der Rechner auch ein bisschen humpelte, plauderten wir über die Bank an sich, damals und heute.

Zur Zeit wird bei vielen Banken das online-Banking-Verfahren umgestellt auf sogenannte TAN-Generatoren: Statt dass man beispielsweise bei einer Überweisung die gewünschte TAN Nr. 53 von der Liste eingibt, hält man ein Plastikkästchen an den wild blinkenden Bildschirm und bekommt so eine TAN zugeteilt. Auf jeden Fall ist das heutige online-Banking um Lichtjahre entfernt von den ersten Schritten damals, Ende der Achtziger. Da kam nämlich so langsam das sogenannte Telefonbanking auf.

Davon habe er gehört, meinte mein Gegenüber. Und ich erzählte ihm grinsend, dass das nicht nur umständlich war, sondern dass es das Vorhandensein eines Telefons mit Tasten voraussetzte.

Der Banker war geschockt: Ich wolle doch nicht etwa sagen, dass ich selbst noch ein Wählscheibentelefon erlebt hätte ?

Ja, guter Mann, das habe ich. Es hilft alles nichts, ich bin aus Sicht eines Jungbankers ein Dinosaurer.

Und schaut mal, was ich gestern entdeckt habe – ist das nicht ein cooles Teil (gekauft habe ich es nicht - ein Klick führt zu genaueren Infos):

Samstag, 7. Mai 2011

Obercool !

Meine Kinder finden es nach wie vor erstaunlich, dass sie Päckchen bekommen aus Österreich von einer Freundin der Mutter, an die sie sich altersbedingt nicht wirklich erinnern können. Es gibt lediglich ein paar wenige Fotos und ein paar Geschichten dazu, aber sie waren einfach zu klein damals.


Nun bekam meine Große ein von der Mitautorin signiertes Buch, sozusagen einen echten Fanartikel. Sie freute sich riesig und meinte, falls die Autorin einmal richtig berühmt werde, was durchaus im Rahmen des Möglichen liegt, dann habe sie ein echtes Frühwerk. Danke, es wird ganz sicher in Ehren gehalten und hat sehr viel Freude bereitet !

Eine ganz besondere Freude machte die Freundin der mittleren Tochter schon mehrfach. Es gab ein Kochbuch von Cynthia Barcomi. Die Tochter hat nämlich das Backen als Hobby entdeckt – dieses Gen hat sie definitiv nicht von mir. Und nun backt sie sich durch die Rezepte, dass einem nichts mehr einfällt. Frau Barcomi bevorzugt sehr süße und hochkalorische Leckereien, Hüftgold pur also, aber soooo lecker ! Auch der Pizzateig ist gigantisch, obwohl fast ohne Zucker :-).


Zum Geburtstag bekam die Tochter dann eine absolut superdupergeniale Designwaage – sie sieht doch unglaublich aus, oder ? Zumal Tochterherz ihr neues Zimmer in Lila hält: eine Wand wird dramatisch dunkellila gestrichen, was meinen schwäbischen Göga zu kleineren Aufständen im Baumarkt getrieben hat (viel zu dunkel, nur die teuerste Marke hatte diese Farbe überhaupt im Sortiment, das wird doch nichts). Tochters Möbel sind hell, es gibt noch relativ viel Platz auf Regalen und Kommoden, daher sieht das sicher toll aus. Natürlich kommt die Waage nicht in die Küche, da wird sie nur benutzt, anschauen will Tochterherz sie täglich bei sich im Zimmer. Wäre sie etwas weicher, würde sie sie mit ins Bett nehmen ;-).

Und ich sage hier ganz gerührt DAAAAAANKE !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Die Muffins auf dem Bild sind superlecker, und natürlich nach einem Cynthia-Rezept gebacken.

Freitag, 22. April 2011

Ostern

Tut mir leid. Es hat nicht geklappt. Das Haus ist nicht grundgereinigt, sondern nur punktuell. Osterpost kam zu spät raus, und auch nicht an alle, die etwas bekommen sollten. Geschäftspost liegt noch hier, die Post hatte gestern zu, als ich endlich fertig war. Ich schaff’s einfach nicht, keine Chance.

Da allerdings der Göga auch an den Feiertagen arbeitet, so richtiges Feiertagsminiurlaubsfeeling sowieso nicht aufkommt, gibt’s auch nur am Ostermontag Besuch bei uns, kaum jemand wird also sehen, dass die Osterdeko nicht wirklich vorhanden und der Boden nicht frisch gewischt ist. Okay, die dreckigen Fenster werden für Lästereien bei Spaziergängern sorgen, aber das höre ich ja nicht.

Dafür höre ich die Partynachbarn um so mehr, gestern ist deren Verwandtschaft angereist, der Grill wurde angeworfen, und wir gingen deshalb später ins Bett als geplant – früher hätten wir einfach nicht schlafen können bei dem Geplapper vor unserem Schlafzimmer. Richtig ausschlafen geht gerade übrigens auch nicht, das Enkelkind ist zu Besuch, hat so ein Kinderkeyboard bekommen und testet das jetzt im Garten, zwei Erwachsene feuern lautstark an. Erfahrungsgemäß geht das nun wieder tagelang so, von morgens bis spät in die Nacht. Ich zähle die Tage bis zum Umzug !

Seit gestern sind hier endlich Ferien, der Wecker klingelt nicht mehr so furchtbar früh, und das werden wir genießen. Ab Montag ist der Göga daheim für den Rest der Woche, am Montag steht wegen Ostern und in der Woche wegen eines Geburtstags Besuch ins Haus, wir planen einen Tagesausflug an den Bodensee, ein bißchen muss ich ins Büro, und dann ist die Woche auch schon wieder vorbei.

Ich wünsche euch allen FROHE OSTERN, genießt die freie Zeit, die ihr hoffentlich habt, erholt euch und schaut mal wieder rein !