Montag, 30. November 2009

Komische Begegnungen

Vor einigen Jahren lebten wir in einem kleinen Mehrfamilienhaus. Wir hatten zwei Töchter, eine ging in den Kindergarten, eine war noch ein Kleinkind, konnte gerade so einigermaßen laufen.

Neben uns lebte ein ungefähr gleichaltriger Mann. Die Wohnung gehörte seinem Vater, er war von Beruf „toll“, formal selbständig, ziemlich arrogant und affig. Wir kamen meistens trotzdem miteinander aus, denn wir arrangierten uns: Er, der rücksichtslose Berufssohn, hörte gerne spät in der Nacht, auch weit nach Mitternacht, sehr laut Musik. Da aber lediglich unsere Wohnzimmer Wand an Wand lagen, störte uns das nicht sehr, denn unsere Schlafzimmer lagen am ganz anderen Ende des Hauses. Er revanchierte sich damit, dass er sich nicht über die Straßenkreidezeichnungen unserer Kinder beschwerte, obwohl er nach eigener Aussage Kinder nicht mochte.

Der Mann hatte eine Freundin, Inhaberin eines Solariums. Ein Prototyp der Solariumstussi, braungegrillt, stark geschminkt und nicht gerade sehr helle. Die beiden passten also recht gut zusammen. Die Freundin wohnte nicht bei ihm, kam aber täglich vorbei.

Ein kleines Problem war das Treppenhaus: Theoretisch musste man dieses jede Woche putzen, für unser Stockwerk waren wir beide im Wechsel verantwortlich. Er aber putzte nie, wirklich nie. Nun bin ich nicht so pingelig, ich konnte warten, aaaber die schwäbischen Mitbewohner hatten es nicht so gerne, wenn nicht alles blitzblank war. Leider sahen sie die Sache auch so: Er, der Manager (von was auch immer), und alleine lebende Mann, war entschuldigt – viel beschäftigte Männer haben natürlich keinen Blick für ein schmutziges Treppenhaus. Ich dagegen, die Hausfrau, deren Teilzeitselbständigkeit nicht zählte, ich sollte doch ein Einsehen haben, mit dem armen Mann und mit dem Schmutz.

Schwierig war die Sache mit den Hunden. Hundehaltung war in unserem Haus verboten. Die Freundin des Nachbarn aber brachte jeden Morgen ihre zwei Hunde in dessen Wohnung. Vorher ließ sie die beiden auf die große Wiese neben dem Haus, natürlich entfernte sie die Hinterlassenschaften nicht, die Kinder des Wohngebiets brachten ständig Hundekacke an den Schuhsohlen heim. Die Hunde verteilten Erde und Haare in unserem Treppenhaus, und sie waren grundsätzlich nicht angeleint. In der Mittagspause kam die Dame wieder, ließ sie auf die Wiese und sperrte sie dann wieder in die Wohnung. Abends wurden die Hunde meistens abgeholt, vorher – genau – ließ man sie auf die Wiese.

Meine andere Nachbarin unter uns hatte eine Hundephobie, und zwar so schlimm, dass sie regelmäßig schweißgebadet im Auto wartete, bis die Sonnenstudiotussi mit den Hunden entweder in der Wohnung oder wieder in ihrem Auto war. Alle Appelle an den Nachbarn, dass die Hunde wenigstens an die Leine gehörten, übrigens auch auf der Wiese, es war ein Wohngebiet mit Leinenpflicht, wurden ignoriert.

Und dann geschah, was abzusehen war: Eines Morgens verließ ich mit meinen zwei kleinen Mädchen das Haus, und gleichzeitig ließ die Nachbarsfreundin die Hunde laufen. Diese freuten sich über so nette Kinder und rannten stürmisch auf uns zu. Zur Orientierung: Es waren mittelgroße Hunde, deren Gesicht war genau auf der Gesichtshöhe meiner älteren Tochter. Meine jüngere Tochter erschrak, machte einen Schritt rückwärts, stolperte und stürzte. Einer der Hunde erreichte uns genau in dem Moment, er stellte sich über meine gestürzte Tochter und leckte ihr das Gesicht ab.

Alles ging sehr schnell, ich war ziemlich damit beschäftigt, zwei Kinder, eines davon logischerweise in heller Panik, zu sortieren und gleichzeitig der blöden Kuh zuzurufen, dass sie mal ihre Köter einsammeln solle. Denn die Dame schlenderte nach wie vor gemütlich Richtung Haus und reagierte gar nicht.

Meine Tochter hat von diesem Vorfall eine schlimme Hundephobie davongetragen. Wir brauchten ungefähr zwei Jahre, bis sie wieder bei Hundebegegnungen ganz normal reagieren konnte und nicht schreiend den Gehweg wechseln wollte. Daher bin ich sehr empfindlich, wenn rücksichtslose Hundehalter ihre Hunde innerorts und bei Begegnungen mit anderen Menschen nicht anleinen, und ich bekomme einen dicken Hals wenn ich beobachte, wie gewisse Leute ihre Köter auf den Gehweg kacken lassen und natürlich nichts entfernen.

Schnitt.


Letzte Woche musste ich bei einem Kunden einen Mahnbescheid beantragen. Mitleid ist nicht nötig, dieser Kunde reagiert auf keinerlei Gesprächsangebot, tritt aber ständig sehr dominant und fordernd auf, beschwert sich über die unmöglichsten Sachen, zieht seine Mieter übel über den Tisch, kommt aber seinen eigenen Zahlungsverpflichtungen nicht nach.

Auf der Suche nach der korrekten Adresse des zuständigen Amtsgerichts entdeckte ich im Internet die aktuellen Versteigerungstermine für Immobilien. Unter anderem wird ein relativ neues Doppelhaus versteigert, das als Besonderheit einen Anbau für die gewerbliche Nutzung hat. Natürlich war meine Neugier geweckt, und als wir mit den Hunden in der Gegend waren, gingen wir noch ein Stück weiter in das Wohngebiet und schauten uns das Haus an.

Sagen wir mal so: für den geradezu lächerlichen Preis, zu dem man es eventuell ersteigern könnte, ist es vielleicht interessant. Also nur theoretisch.

Nun bin ich von Natur aus neugierig und fand recht schnell heraus, wer denn in dem Haus wohnt. Und wie der gewerbliche Anbau genutzt wird. Hier schließt sich der Kreis: Der Anbau ist ein Sonnenstudio, das Haus gehört der blöden Solariumstussi des ehemaligen Nachbarn.

Ich weiß nun gar nicht so recht, wie ich darüber denke. Grundsätzlich habe ich Mitleid mit Menschen, die ihr Haus zwangsversteigern lassen müssen. Andererseits gibt es einige Fälle, bei denen eine gewisse Hochmut zu dieser Situation geführt hat. Bei der Exnachbarsfreundin trifft es nur sie alleine, keine Familie wird obdachlos. Wer die Preise dort im Neubaugebiet kennt wundert sich nur, wie für diese Dame überhaupt der Bau eines Hauses möglich war.

Mein Mann ist gemein, er meinte, eigentlich sollten wir Interesse bekunden und um einen Besichtigungstermin bitten. Aber das wäre mir dann doch zu blöd, auf diese Weise möchte ich der Frau nun auch wieder nicht begegnen. Aber so ein kleines bisschen habe ich ein Gefühl von „geschieht ihr gerade recht, dieser eingebildeten, rücksichtslosen Tussi.“

Donnerstag, 26. November 2009

Hausaufgaben

Sohnemann hatte Hausaufgaben zum Thema Akkusativ und Dativ. Er sollte mit vorgegebenen Verben Sätze bilden und entsprechend umstellen.

Leider hat Sohnemann keinerlei Einsicht, keine Lust, feinmotorische Probleme beim Schreiben und eine angeborene Schulallergie. Es ist also etwas mühsam, ihn zu den Hausaufgaben zu bewegen, und ich brauche oft viel Kreativität, um die Stimmung irgendwie über dem Nullpunkt zu halten.

Daher sind bei solchen Aufgaben Juniors inhaltliche Lösungen manchmal etwas unkonventionell. Ich lasse das dann so weit wie irgend möglich durchgehen, gestern aber musste ich eingreifen.

So lautete Juniors Text:

Papa schenkt mir eine Pistole.

Sylvia: „Junior, das geht so nicht, das macht ein schlechtes Bild von uns.“

Junior korrigierte:

Papa schenkt mir eine Spielzeugpistole.
Mir schenkt Papa eine Spielzeugpistole.
Schenkt Papa mir eine Spielzeugpistole ?

Braves Kind, so geht das notfalls auch. Spielzeugpistolen kommen auf dem Dorf schon mal vor, da ist unser Ruf nur auf dem niedrigen Level, auf dem wir uns sowieso schon befinden.

Weiterer Text:

Papa gibt Frau NamederLehrerin einen Kuss.
Frau Namederlehrerin gibt Papa einen Kuss.
Gibt Papa Frau NamederLehrerin einen Kuss ?

Sylvia „KREISCH !“
Junior: „GRINS!“

Nächster Satz:

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Mama erschießt Frau NamederLehrerin.

Nein, die Hausaufgaben wurde so nicht abgegeben, aber wir hatten dann doch noch unseren Spaß, zumindest ein bisschen.

Mittwoch, 25. November 2009

Ärgerlich

Viele Menschen leiden unter der Wirtschaftskrise. Auch ich als Hausverwalter bekomme dies immer mehr mit, denn Rückstände häufen sich.

Nicht verstehen kann ich allerdings notorische Schlamper und arrogante Supermenschen. Schön, wenn man in solchen Sphären lebt, dass man die Mitbewohner und die Hausverwalterin als arme Würstchen bemitleiden kann. Leider, leider entbindet auch der allertollste Karriereweg nicht von so ganz schnöden Zahlungsverpflichtungen.

Während ich bei der ab und zu schusseligen Rentnerin ohne Mahngebühren mahne oder Kopierkosten für verlorene Unterlagen nicht in Rechnung stelle, werde ich bei den Dauerschlampern und den Überfliegern zum deutschen Kleingeist.

Und wenn diese eine Dame noch weiterhin meint, dass sie Spielchen treiben kann, dann werde ich so richtig ungemütlich. Ich kenne das Kleingedruckte nämlich besser als sie :-)

Und wenn diese Dame ihre Nachbarn noch einmal von oben herab anmacht, dann erinnern diese sich an ihre Rechte und lassen die Kinder so viel toben und schreien, wie die Rechtsprechung zuläßt.

Alles nur um ihr zu zeigen, dass sie das ganz richtig sieht: Hausverwalter sind arme Sesselpupser, und Familien mit Kindern sind armes Pack.

:-)

Dienstag, 24. November 2009

Kindercoaching

Ich habe das große Glück, eine allerbeste Freundin aus Kindertagen zu haben. Wir haben uns in der 5. Klasse kennen gelernt und sind trotz mancher Krisen und ihrem treulosen Wegzug nach Bayern noch immer befreundet. Sollte die Lebenserwartungsstatistik eintreffen und wir unsere Männer überleben, dann mieten wir uns gemeinsam in ein Seniorenstift ein, allerdings in getrennte Zimmer, denn eigentlich sind wir sehr unterschiedlich.

Wir erziehen auch sehr unterschiedlich, das ist ein Punkt, der mir immer wieder sehr wehtut.

Unsere großen Kinder sind nur wenige Tage nacheinander geboren, damals haben unsere früheren Mitschüler uns sogar geglaubt, dass dies Absicht war. Pustekuchen, meine Freundin hat ohne Rückfrage geplant, ich dagegen war plötzlich schwanger, obwohl das laut Arzt gar nicht ging. Und dann meinte meine ungeduldige Tochter auch noch, dass man die Schwangerschaft ein bisschen abkürzen könnte, so dass ich meine Freundin überholt habe.

Unsere Söhne sind genau ein Jahr auseinander. Während wir gerade mitten in dem Vierte-Klasse-Wahnsinn stecken, hat meine Freundin „es“ geschafft – beide Kinder gehen auf das Gymnasium.

Und beide Kinder müssen Leistung bringen. Sie müssen gute Noten erreichen, sollen funktionieren, und werden intensiv gecoacht. Es ist leider wirklich so, dass vor allem in diesem unsäglichen achtjährigen Gymnasium Elternmitarbeit nicht zu vermeiden ist. Wer denkt – so wie ich Naivling früher – dass die Schule im Grundsatz die Aufgabe der Kinder ist und die Eltern vielleicht mal Vokabeln abfragen oder ab und zu etwas erklären, was nicht ganz sitzt, aber sich ansonsten zurückhalten können, der irrt ganz gewaltig. Bei meiner Freundin und bei ganz vielen Mitmüttern führt dies dazu, dass beide Elternteile abends nach dem Essen noch intensiv mit Hausaufgabenkontrolle und Abfragen für den nächsten Tag beschäftigt sind. Was natürlich regelmäßig zu Streit und schlechter Stimmung führt.

Ich tu mich sehr schwer damit, dies zu akzeptieren. So wie ich mich auch nicht damit abfinden kann, dass die Schule schon rein zeitmäßig die Kinder regelrecht auffrisst. Ich wünsche mir viel mehr freie und unverplante Zeit für die Kinder, ganz klassisch für die Muße. Vielleicht aber habe ich nur Glück, denn meine Kinder finden immer etwas zu tun, sie hängen keineswegs nur vor dem Rechner oder dem Fernsehen, obwohl sie oft genug zu viel Blödsinn anschauen. Zudem wäre ich wohl auch gar nicht hart genug, jeden Abend die Peitsche zu schwingen. Und ich habe noch ein Kind mehr als meine Freundin, dafür einen Mann, der häufig abends gar nicht da ist – ein klares Unterschichtenproblem, zu viele Kinder für eine Mutter, das wird nix mit der Bildung….. :-)

Weil wir den Druck der heutigen Schulzeit nicht auch noch daheim haben möchten, versuchen wir einen Mittelweg zu gehen. Ein Minimum an Fleiß sollte sichtbar sein, aber nur für die eventuelle mündliche Abfrage im Fach Religion setzen wir uns nicht mehr abends hin und wiederholen auch noch diesen Stoff. Sollte die Religionsnote im Zeugnis eher unschön sein, na und – Mut zur Lücke schafft Freiraum.

Meine Freundin sieht das ganz anders. Die Noten ihrer Kinder spiegeln ihre Fähigkeiten als Mutter. Sie ist mit recht vielen Stunden berufstätig, darauf sehr stolz, und dazu müssen dann auch die Leistungen der Kinder passen, egal, wie hoch der Preis ist.

Unsere Kinder haben Beigaben, die wir alle uns nicht ausgesucht haben, weder die Kinder noch wir. Für uns ist es ein Erfolg, wenn die ganze Familie am Tisch sitzt und ein Gesellschaftsspiel spielt. Das ist nicht selbstverständlich in unserer Situation. Wir sind dankbar, wenn an Weihnachten keine Tränen fließen. Wenn alle Kinder ohne schlechte Träume schlafen können, wenn meine blöden Zipperlein Ruhe geben und mein Mann auch mal dann daheim ist, wenn andere Väter frei haben, so ganz normal.

Unsere „unnormalen“ Sorgen haben offensichtlich einen Vorteil - wir müssen uns als Eltern nicht dem Elternwettbewerb unterwerfen.

Montag, 23. November 2009

Wieder da !

Endlich, heute waren wieder alle Familienmitglieder in der Lage, ihr Tagwerk zu verrichten. Teilweise noch ein bißchen eingeschränkt, aber aus dem Lazarett entkommen.



Das war höchste Zeit, die letzte Woche war ja sowas von fies. Was bin ich froh, dass ich so große Kinder habe, rückblickend weiß ich echt nicht mehr, wie ich früher die ganzen Alle-Kleinkinder-kübeln-ihre-Betten-voll-Phasen überstanden habe.



Gute Besserung allen, die noch mit irgendwelchen Viren zu kämpfen haben !

Sonntag, 15. November 2009

Lazarettgemotze !

Da dachte ich am Freitag noch, dass unsere Kranken auf dem Wege der Besserung sind und der Rest der Familie nichts abbekommen hat.

Pustekuchen.

Am Freitag wurde es gegen Abend auffallend still im Hause. Hibbeljunior war einfach auf der Couch eingeschlafen und glühte. Als er kurz aufwachte, war er ziemlich desorientiert, weinte, hatte fast 40 Grad Fieber, Husten und Kopfschmerzen. Tee und Paracetamol verbesserten sein Gesamtbefinden einigermaßen, aber er war recht ruhig, was für ihn sehr ungewöhnlich ist. In den letzten beiden Nächten hat er mehrmals erbrochen, ist aber nicht im kritischen Bereich der Dehydrierung. Er hat aber noch immer Fieber, an Schule ist nicht zu denken.

Im Laufe des Samstags ging es mit der eigentlich genesenen Mitteltochter wieder deutlich abwärts, und heute zeichnet sich ab, dass morgen kein Schulbesuch möglich sein wird. Dabei war das Kind schon eine ganze Woche daheim, unsere Ärztin hat dazu geraten, auf jeden Fall einen Infekt absolut auszuheilen. In der 7. Klasse Gymnasium, dazu noch im G8, läuft leider viel Stoff auf, der nachzuholen ist.

Das älteste Kind, das letzte Woche nur zwei Tage krank war, aber sehr offensichtlich keine Grippe hatte, liegt nun völlig krank auf der Couch. Auch dieses Kind wird morgen nicht zur Schule gehen können.

Der Göttergatte hält die Stellung, ist heute früh mit den Hunden gelaufen und macht an unserer Baustelle weiter – wir haben die Küchenfliesen an Boden und Wand herausgerissen, die waren nicht wirklich attraktiv. Das gibt übrigens Unmengen an Dreck und Feinstaub überall….

Ich selbst huste, fühle mich nicht wirklich gut, kämpfe mich aber noch durch. Solange alle Kranken daheim versorgt werden können, und ich gehe davon aus, dass dies so bleibt, schaffen wir das. Zum Glück sind die Kinder nicht mehr so klein, das erleichtert die Sache. Im allerschlimmsten Fall, wenn wir alle fünf gleichzeitig bettlägerig werden, muss ich die eine oder die andere Freundin anrufen in der Hoffnung, dass diese Familie noch auf den Beinen ist. Denn zumindest die Grundnahrungsmittel sollten irgendwie ins Haus kommen.

Die Hygienemassnahmen, die empfohlen werden, sind ja schön und gut, aber mit Kindern nur sehr begrenzt durchführbar. Ich kann Junior nicht den ganzen Tag isoliert in einem Zimmer liegen lassen, wer hustet, verbreitet die Viren, obwohl wir sehr viel lüften. Küssen vermeiden wir zwar, aber ein krankes, weinendes Kind braucht trotz aller Hygiene ab und zu mal eine Umarmung.

Ist doch mir egal, ob Schweine- oder sonstige Grippe, ich will jetzt, dass der Scheiß weiterzieht (die Ärzte hier testen gar nicht).




Freitag, 13. November 2009

Einschalten !

Danke euch allen, insgesamt geht es den Kranken im Hause deutlich besser. Das Treffen mit lieben Freunden morgen wurde leider von beiden Seiten abgesagt - beide Familien sind verseucht mit Viren und Bakterien, ein Kind der Freunde ist "Risikopatient", man sollte ihn möglichst nicht anstecken. Schade, es sollte nicht sein...

Ich habe noch einen TV-Tipp für alle, die den Sender empfangen können:

http://www.swr.de/nachtcafe/-/id=200198/nid=200198/did=5333062/1llnhkv/index.html

Auszug:

***
Elternsorgen

Sendung am Freitag, 13.11.2009, 22.00 bis 23.28 Uhr

Oft wirft die Harmonie in einer Familie nach außen hinter der Fassade einen dunklen Schatten – und die Eltern stehen hilflos da mit den Sorgen, die ihnen der Nachwuchs bereitet. Der elterliche Kummer kann dabei ganz verschiedene Ursachen haben: Genauso beschäftigt ein Kind seine Eltern, wenn es nicht mehr da ist, genauer: wenn es verschwunden ist – oder tot. Für die Familien bedeutet ein Problemkind jedenfalls immer eine Belastungsprobe, an der sie im schlimmsten Fall sogar zerbrechen. Haben sich die Kinder verändert? Wie wirken sich die Probleme auf das Familiengefüge aus? Und was können Eltern tun, um ihre Sorgen in den Griff zu bekommen?

(...)

Miriam Fröschle hat gleich drei verhaltensauffällige Kinder zu Hause. Was das im Familienalltag bedeutet, davon weiß die 44-Jährige ein Lied zu singen: Sohn Samuel konnte mit 10 Monaten laufen, im Alter von zwei Jahren kletterte er an Bücherregalen hoch und war bereits mehrfach vors Auto gelaufen. Um dem hyperaktiven Verhalten ihrer Söhne beizukommen, ließ die leidgeprüfte Mutter nichts unversucht: Doch auch Darmsanierungen, mühsame Diäten und Therapiebesuche blieben erfolglos. „Dass ich meinen Kindern nun Medikamente gebe, ist eine sehr umstrittene Sache. Aber nichts zu tun wäre unterlassene Hilfeleistung!“

***
Die Sendung an sich ist hier ein Klassiker, eine unaufgeregte und seriöse Talkshow. Miriam ist eine gaaaaanz liebe Frau, die Familie supernett, die Kinder toll - also: einschalten !

Donnerstag, 12. November 2009

:-/

Morgens um fünf von einem auf den Teppich kotzenden Hund geweckt zu werden, zwei kranke Töchter, ein Sohn, dem ein richtig heftiger Tag mit gleich zwei Veranstaltungen in der Kreisstadt, inkusive Picknick im Stadtpark, bevorsteht (was für jemanden mit Sonderausstattung wirklich schwierig ist), und dazu noch vertrauliche Informationen von jemandem, der es zwar gut meint, aber den Tag nicht besser werden läßt, all das macht richtigen Spaß :-/

Euch da draußen wünsche ich einen deutlich schöneren Tag !

Donnerstag, 5. November 2009

So schön und so wahr !

Mittwoch, 4. November 2009

Akute Wortfindungsstörung

Gestern trabte ich mit Duke genüßlich eine ganz große Runde. Ich hatte einen sorgenvollen Termin mit gutem Ergebnis geschafft und war beschwingt, erleichtert und ganz tief in Gedanken versunken.

Da begegnete mir ein unbekannter Mann mit einem unbekannten sehr großen Hund. Schon von weitem zeigten beide eine gewisse Nervosität, der Mann rief mir zu „Ist das eine Hündin ?“.

Ich war gedanklich eindeutig zu weit weg und hatte daher eine Wortfindungsstörung. Denn ich antwortete sehr intelligent:

„Nein,…..
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das
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ist
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..
ein
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Hund !“

Es fiel mir dann schon noch auf, wie bekloppt das war und ich habe mich korrigiert – war dem Mann sowieso egal, er musste seinen randalierenden Hund in Schach halten *g*.

Montag, 2. November 2009

Immer wieder Montags....

Montage sind doof.

Montage nach Ferien sind sehr doof, vor allem, wenn man nicht schulkonforme Kinder hat. Sonntags fängt die Krise an, steigert sich nachts mit schlaflosen Sorgenkindern und hat den Höhepunkt dann, wenn mindestens ein Kind mit feuchten Augen am Frühstückstisch sitzt und sagt „Ich kann nicht, ich habe Bauchweh, ich schaffe das nicht!“.

Montage nach Ferien mit Schwimmunterricht für Junior (alle zwei Wochen) sind ganz besonders doof, weil er nicht so ist, wie man zu sein hat.

Montage sind ziemlich anstrengend, weil zwei Kinder feste Therapietermine haben, ein Kind Nachmittagsschule, und dann noch alle zwei Wochen der Göga um 17.00 Uhr zur Arbeit geht. Ich komme im Bestfall, also ohne Stau, gegen 19.30 Uhr vom zweiten Termin heim, muss dann für die Fütterung der Zweibeiner und den Abendspaziergang der Vierbeiner sorgen. Anschließend trösten, ins Bett schicken, den niemals schlafenden Hibbel in Schach halten.

Und bei all dem möglichst ruhig bleiben und nicht die Contenance verlieren.

Dafür aber haben wir heute die Aussicht auf eine ganz besondere Woche – am Samstag findet an Juniors Schule mal wieder ein Fest mit Aufführung und Anwesenheitspflicht statt.

Noch 37 Schultage bis zu den Weihnachtsferien.