Damals, ganz am Anfang, sollte dies Dukes Blog sein. Ein Hundeblog mit gelegentlichen Randbemerkungen zu anderen Themen, aber in erster Linie ein richtiges Tagebuch über diesen verrückten Fellflummi. Es gibt offline die Texte teilweise etwas ausführlicher, mit den Namen der Kinder, mit weiteren Bildern, auf denen auch die Familie zu sehen ist, alles inzwischen auf verschiedenen Rechnern, aber wenigstens heißt der Dateiordner auf allen gleich. Die Verwendung der Dateien ist fest geplant, auch so ein angefangenes Projekt.
Inzwischen ist das hier ein Gemischtwarenladen. Logisch, Dukes erstes Lebensjahr ist längst vorbei, er wird morgen zwei Jahre alt, und nicht jeden Tag ereignen sich blogtaugliche Hundegeschichten. Wäre wohl auch viel zu anstrengend.
Bei mir haben sich erhebliche berufliche Veränderungen ergeben, das Büro war nur der Anfang, ich habe unterschätzt, welche weiteren Folgen das mit sich brachte. Da stellt sich mir natürlich die Frage, ob ich nicht einen Teil meiner Schreiberei beruflich einbinde. Nicht als eines der drei Buchprojekte, die irgendwie nie beendet werden, sondern als Häppchen auf meiner Homepage. Dazu müsste ich den beruflichen Blogcontent hier aber auslagern, ich müsste selbstverständlich noch mehr zensieren, und vor allem jegliche Anonymität aufgeben. Natürlich findet mich jeder innerhalb weniger Klicks, aber derjenige muss wenigstens ein bisschen suchen. Bei einem Impressum wäre das vollkommen einfach.
Andere haben aus diesem Grund mehrere Blogs, das ist an sich kein Problem. Aber reicht der Rest wirklich, um DukeimNetz zu erhalten ? Zumal ich über ein, zwei, drei Themen, die uns hier ebenfalls sehr intensiv beschäftigen, nicht ausführlich schreiben kann, weil es die Persönlichkeitsrechte meiner Kinder verletzen würde. Ich bin immer mal wieder entsetzt, wie offen Bloggerinnen mit der Intimsphäre ihrer Kinder umgehen. Wo früher die Omis im Dorf lebenslang darüber gelästert haben, dass das Kind XY ja noch mit soundsovielen Jahren am Daumen gelutscht hat, da bloggt heute die Mutter unter voller Namensnennung über ihren Zehnjährigen und sorgt dafür, dass sich in 20 Jahren noch mehr Leute als die Dorfoma an den exzessiven Daumenlutscher erinnern. Achtung, fiktives Beispiel, und es geht NICHT um harmlosen Babycontent und betrifft niemanden aus meiner Blogroll !
Ich überlege daher seit einiger Zeit, wie ich das Dilemma lösen kann. Momentan komme ich immer wieder zurück zum bisherigen Stil. Hier kann ich ein bisschen Privates mischen mit leichterem Berufsgeläster, über Leerer schimpfen und das Wetter loben. So lese ich das auch gerne bei den Bloggerkolleginnen. Noch !
Zu schwerer Lesetobak?
Vor 15 Minuten

1 Kommentare:
Also ich mag deinen Gemischtwarenladen :-)
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